Landesverband Hessen

- des Bundesverbands Musikunterricht -

Anmeldung für Schulen in Hessen Musizieren 2020

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Hier die Ankündigung für Schulen in Hessen musizieren 2020 downloaden

Musikalische Bildung in der Grundschule

In seiner aktuellen Stellungnahme „Musikalische Bildung in der Grundschule: BMU-Position zur inhaltlichen und personellen Ausgestaltung des Musikunterrichts an der Grundschule“ benennt der Bundesverband Musikunterricht e.V. zentrale Kernpunkte für den Ausbau und die Sicherung der Qualität musikalischer Bildung in Grundschulen. Das Papier richtet sich an alle politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern.

Die Grundschule ist der Ort, an dem Kinder aller sozialen Strukturen zusammen kommen, um gemeinsam zu lernen. Die Grundschule ist aus der Sicht des Bundesverbandes Musikunterricht daher der entscheidende Ort, allen Kindern eine solide musikalische Grundausbildung zukommen zu lassen. Musikunterricht in der Grundschule greift das kindliche Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit der musikalischen Umwelt und eigener musikalischer Betätigung auf, er bestärkt dieses Bedürfnis und nutzt es für eine grundlegende musikalische Bildung, die in der weiterführenden Schule sowie im außerschulischen Bereich erweitert wird.

Als Kernpunkte zur Wahrung der musikalischen Bildung in der Grundschule benennt der BMU eine feste Verankerung des Musikunterrichts in der Stundentafel der Grundschule mit mindestens zwei Stunden pro Woche, erteilt von ausgebildeten Musiklehrkräften. Um dies gewährleisten zu können, ist eine Professionalisierung des Musikunterrichts, sowohl was die universitäre Ausbildung angehender MusiklehrerInnen als auch die fachliche Qualifikation von Seiteneinsteigern anbelangt, unabdingbar. Um Anreize für die Wahl des Grundschullehrberufs zu schaffen, ist nicht zuletzt auch die Vergütung an die von Musiklehrkräften an weiterführenden Schulen anzugleichen.

Der BMU sieht durch diese Forderungen eine Chance, den qualifizierten Musikunterricht in der Grundschule zu wahren und durch die geforderten gesteigerten Investitionen die Attraktivität des Musiklehrerberufs an Grundschulen wieder zu steigern, um so die musikalische Bildung der zukünftigen Generationen abzusichern.

Der Bundesverband Musikunterricht e.V. (BMU) ist ein Fachverband zur Förderung der musikalischen Bildung, insbesondere des Musikunterrichts in allen Schularten, -formen und –stufen. Er ist Interessenvertretung für Musik unterrichtende Lehrkräfte, Ausbilder, Hochschullehrer, Referendare sowie Lehramtsstudierende. Der BMU setzt sich für das Musikleben und die musikalisch-künstlerischen Arbeit an Schulen ein, insbesondere auch für die Arbeit der Musikensembles. Zudem fördert er eine qualifizierte und ausreichende Ausbildung von Musiklehrern aller Schularten, -formen und -stufen.

Mit dem aktuellen BMU-Position konkretisiert der Verband seine dahingehenden Ausführungen aus seinem Grundsatzpapier „Agenda 2030“ (vgl. BMU-Positionen 9-2016).

Mainz, 25.09.2019

 

zum Positionspapier

 

Bundesverband Musikunterricht e.V.
Weihergarten 5, 55116 Mainz
Tel: 06131 / 23 40 49, www.bmu-musik.de


Ansprechpartner für den Bereich Grundschule im Bundesvorstand: Dr. Georg Biegholdt

Dokumentation zu Schulen in Hessen Musizieren 2019 kann nun heruntergeladen werden

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Einladung zu einer deutsch-englischen Vergleichsstudie zum Thema "Komponieren im Musikunterricht der SEK I an weiterführenden Schulen

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Liebe Musiklehrer*innen und Musiklehrer, wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich ca. 10-15 Minuten Zeit nehmen, an unserer deutsch-englischen Vergleichsstudie „Komponieren im Musikunterricht der Sekundarstufe I an weiterführenden Schulen“ teilzunehmen. Bitte klicken Sie hierfür auf den folgenden Link:

 

www.soscisurvey.de/komponieren-im-musikunterricht/

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme und mit herzlichen Grüßen

 

Annette Ziegenmeyer und Friedrich Platz

 

 

Infotag zum Lehramt Musik an der HfMDK

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„Smoke on the Water“ am „Schwanensee“: Musizieren als Lebensinhalt

Vierhundert begeisterte junge Musikanten beim Landeskonzert „Schulen in Hessen musizieren“ im Kurhaus Wiesbaden

In ein klingendes Universum scheint sich der Friedrich-von-Thiersch-Saal des Kurhauses Wiesbaden zu verwandeln, wenn am Ende eines dreistündigen, ungemein fesselnden und abwechslungsreichen Musikprogramms von „Schulen in Hessen musizieren“ der Kanon „Da pacem Domine in diebus nostris“ erklingt, gemeinsam gesungen und musiziert von rund vierhundert Mitwirkenden. Melchior Francks Weise, fünfhundert Jahre alt, ist allein vom Text her ewig aktuell und fügt sich in ihrer schlichten, nur aus fünf Tönen geformten Melodie in eindringlicher kanonischer Verschränkung zu einer musikalischen Dichte zusammen, die den ganzen Abend am vergangenen Mittwoch bestimmte.

Musikalische Begegnung Gleichgesinnter

Annähernd 3500 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersgruppen hatten sich im Februar in über 90 Ensembles an neun verschiedenen Orten in Hessen zum Musizieren getroffen, und einige Musikgruppen wurden für das „Landeskonzert“ in Wiesbaden ausgesucht, um das Musikleben an hessischen Schulen zu repräsentieren und einen Einblick in den Leistungsstand des Musikunterrichts und in den Chor- und Orchester-Arbeitsgemeinschaften zu geben. Diesen Jugendlichen ist ein Wettbewerbsgedanke fern. Sie wissen, dass „Schulen musizieren“, ein seit 1978 veranstaltetes und vom Hessischen Kultusministerium umfassend unterstütztes Projekt des Bundesverbandes Musikunterricht, eine Begegnung Gleichgesinnter ist. Und sie genießen den Abend, der ihnen Gelegenheit gibt, vor einem großen Publikum und in der großartigen Kulisse des dicht besetzten Wiesbadener Thiersch-Saals ihr Können zu zeigen, sich gegenseitig zuzuhören und anzufeuern sowie andere Formen musikalischer Praxis kennenzulernen.

Freude und Stolz, Kraft und Energie

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz zeigte sich tief beeindruckt von der Qualität und der Vielseitigkeit der Darbietungen, die Eltern, Freunde, Honoratioren, politische Prominenz und Experten gleichermaßen begeisterten. „Das ist jetzt eine schwierige Aufgabe am Ende eines großartigen Konzertes“, stellte der Minister seinen Schlussworten voraus. Es sei das Wesen der Musik, Freude zu bereiten, und es erfülle ihn mit Stolz, was an den hessischen Schulen geleistet werde. Für all die Kraft, Zeit und Energie, die zum Gelingen eines derart wunderbaren Konzertes aufgebracht werden müssen, galt sein Dank den Schülern, Lehrern und Eltern sowie den Organisatoren von „Schulen in Hessen musizieren“.

Brav holten sich danach die Ensemblemitglieder, die mitgewirkt hatten, ihre Urkunden ab und genossen den Händedruck des Kultusministers und der beiden Präsidenten des Bundesverbandes Musikunterricht Hessen.

Körpersinnliche und geistige Betätigung

In ihrer Begrüßung hatten Dorothee Graefe-Hessler und Volkhard Stahl an den Wert musikalischer Bildung erinnert: „Musik gehört als einzigartiges Kommunikations- und Ausdrucksmittel weltweit zum Alltag des Menschen. Sie verbindet körpersinnliche und geistige Betätigung und ermöglicht ästhetische Erfahrungen auf vielen Ebenen.“

Zur Sicherung und Verbesserung der musikalischen Bildung hessischer Schülerinnen und Schüler sieht das Präsidenten-Tandem dringenden Handlungsbedarf in einem kontinuierlichen Musikunterricht durch alle Schulstufen und Schulformen. Die hessischen Musik-Lehrpläne müssten eine aufbauende Struktur der musikalischen Kompetenzbereiche von der Grundschule bis zum Abitur gewährleisten. Außerdem wurde erneut die Wahlmöglichkeit der Leistungskurskombination Musik und Deutsch in der Sekundarstufe II angemahnt, und generell müsste die Zahl der ausgebildeten Musiklehrerinnen und Musiklehrer an hessischen Schulen erhöht werden.

Afrika in Offenbach und Hirzenhain

Eine schlagkräftige Einstimmung in das Konzertprogramm lieferten die „Drumstones“ der Edith-Stein-Schule Offenbach (Leitung: Birgitt Hoffmann). Drei afrikanische Stücke, von über zwanzig Schülerinnen und Schülern mit klangvollen Fasstrommeln auswendig und mit verblüffender Präzision dargeboten, waren auf den Punkt vorbereitet und zündeten mit unwiderstehlichem Sog.

Fesch mit roten und schwarzen T-Shirts präsentierten sich danach die Chorschüler der Hugo-Buderus-Grundschule in Hirzenhain. Die 50 jungen Sänger machen annähernd die Hälfte der gesamten Hirzenhainer Schülerschaft aus. Unter Katrin Strebs Leitung bestimmten feine, zarte Stimmen den Beginn einer Weise aus Simbabwe, bevor die Kinder die „Musik den ganzen Tag“ zum Swingen brachten. Wie die Schülerinnen und Schüler brauchte Rainer Buß am Flügel keine Noten: Hier wird Musik zum verinnerlichten, frischen und nachhaltigen Klangerlebnis.

Hits am Fließband

Auch die weiteren Vokalbeiträge hinterließen einen hervorragenden Eindruck: Vom Flügel aus steuerte Gabriele Schoberth die Projektgruppe „Hits aus Charts und Musicals“ der Goetheschule Dieburg. Die gefällige Musik dieser Musikgruppe ist bunt wie ihr Outfit. Und von den nicht eingeschalteten Mikrofonen lassen sich die mutigen Solisten erst gar nicht irritieren – mit „ First Day of my Life“, einem Ausschnitt aus Rainer Kunzes „Mozart-Musical“ und „All of Me“ verbreiten sie ansteckende Musizierfreude.

Die größte Gesangsformation kommt von der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach. Hundert Kinder des Chores „Vorlaut“, geleitet von Elke Reith und Christopher Heinzel, stürzen sich temperamentvoll, mit begeisterten „Yeah“-Rufen, in ein nordamerikanisches Traditional. Leuchtend wie ihre strahlenden Türkis-Shirts heben sich die Oberstimmen ab, schwungvolle Akzente setzt Elisa Diehl am Flügel.

Klasse Klassik

Dem bundesweit zu registrierenden Rückgang klassischer Musik innerhalb des schulischen Musizierens versuchen die Veranstalter durch den Sonderpreis „Klasse Klassik“ zu begegnen, den der Bärenreiterverlag Kassel stiftet und der in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben wurde. Ausgezeichnet wurden das Kammerorchester am Gymnasium Oberursel und das Orchester der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Kassel.

Souverän sprengen die knapp zwanzig Streicher des Kammerorchester am Gymnasium Oberursel (Leitung: Marc Ziethen) die Grenzen zwischen E und U: Dynamisch fein abgestuft, aus leisen Bass-Gefilden sich entwickelnd und mit forschem Strich hymnisch gesteigert, ertönt ein Allegretto-Satz aus „Palladio“ von Karl Jenkins. In Edward Elgars „Nimrod“ (aus den „Enigma“-Variationen), gespielt in einer originellen Bearbeitung für Soloklarinette und Streicher, entfaltet sich mit gedeckt.weichem, warmem Klang der romantische Zauber dieser Musik. Auch ohne die reichere Instrumentierung des Originals sind die Steigerungseffekte wirksam. Ebenso gefühlvoll und fein differenziert ist „Yesterday“, wo die Streicher einem Gesangssolisten mit sonoren Haltetönen einen luftigen Begleit-Teppich ausrollen.

Fortissimo und Augenzwinkern

Das Orchester der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Kassel erreicht mit annähernd fünfzig Instrumentalisten eine sinfonische Besetzung. Die Dirigentin Christiane Stückrath belässt Dvoraks „Furiant“, den Slawischen Tanz Nr. 8, in moderatem Tempo und ist damit gut beraten. Einem Auszug aus Tschaikowskis „Schwanensee“-Ballett mangelt es noch ein wenig an Homogenität: Im allzu bläserlastigen Gesamtklang haben die filigranen Streicher-Pizzikati keine Chance, und die brachialen Fortissimo-Einwürfe krachen wie prasselnde Detonationen herein. Gut getroffen ist indes Schostakowitschs augenzwinkernde Walzerseligkeit im „Jazz-Waltz“.

Die Vorstufe einer erfolgreichen Orchesterarbeit demonstrieren die Grundschul-Streicher der Wiesbadener Blücherschule: Die knapp zwanzig Streicher-Anfänger, von Ewa Weiser als Primgeigerin vorbildlich geschult, überraschen mit einer blitzsauberen Intonation („Auf der Mauer“, „Daydreaming“). Im finalen „Ein-Finger-Rock“ zeigen sie, dass sie auch deftig rocken können: Stolz strecken sie nach dem Schlussakkord ihre Bögen in die Höhe.

Knackige Rhythmen und festliche Fanfaren

Ein Mega-Ensemble von 130 Bläsern (darunter über zwanzig Querflöten, fast dreißig Saxophone, über zwanzig Trompeten) markiert den spektakulären Abschluss des diesjährigen Konzertes „Schulen in Hessen musizieren“. Zusammen getan haben sich die Bläserklassen 6-10 der Hinterlandschule Steffenberg (Leitung: Kirsten Littmann), die Bläserklassen 7-10 der Gesamtschule Battenberg (Leitung: Cornelia Muth-Heldmann) sowie das Jugendkooperationsorchester der Sophie-von-Brabant-Schule Marburg und des TSV Ockershausen (Leitung: Thomas Nickol, Benny Voss). Auf der prall gefüllten Bühne des Friedrich-von-Thiersch-Saals müssen eilends zusätzliche Notenständer herbeigeschleppt werden. Golden blinken die Messingfarben der Blechblasinstrumente. Und bei den Trompeten haben sich sogar angegraute Bartträger eingeschlichen. Bei „Smoke on the Water“, bevor der Qualm dick aufsteigt, geht ein Gitarrist in Frontstellung. Knackige Rhythmen und festliche Fanfaren, vom Glockenspiel überstrahlt, bestimmen „The Avengers“, und bei „Handclap“ werden flugs die Instrumente zwischen die Beine geklemmt, sobald frech in die Hände geklatscht wird.

Motivation und Begeisterung

Dass sich die geballte Bläserkraft stilistisch nicht so recht mit Melchior Francks „Da pacem Domine“ verträgt, tut am Ende der Begeisterung, von der dieses Konzert durchgängig geprägt war, keinen Abbruch. Johannes Kaballo, der Landesbeauftragte „Schulen musizieren in Hessen“, hatte wie immer für eine souveräne Moderation gesorgt. Nach über zwanzig Jahren gibt er seine Funktion an Tilman Jerrentrup weiter, der mit seinen Schüler vom Wiesbadener Dilthey-Gymnasium mit fixen Umbauten einen reibungslosen Konzertablauf garantiert hatte.

Die Schüler, die aus allen Landesteilen Hessens zusammengekommen waren, zeigten mit ihren von großer Disziplin und Konzentration geprägten Auftritten, dass Motivation und Begeisterung beim gemeinsamen Musizieren über den schulischen Alltag hinaus tragen und zum bestimmenden Lebensinhalt werden können.

Albrecht Schmidt


 

 

Tosender Beifall für musikalisches Feuerwerk im Kurhaus Wiesbaden

Von Sebastian Krämer

Einen ganz besonderen Moment erlebte am vergangenen Mittwochabend der Chor der Hugo-Buderus-Schule Hirzenhain. So durften die jungen Sängerinnen und Sänger im Alter von 6-10 Jahren unter der Leitung von Rainer Buß und Katrin Streb mit mehreren Liedern im vollbesetzten Kurhaus Wiesbaden ihr Können zeigen. Beeindruckend, wie die selbstbewussten Jungmusiker zum Beispiel das aus Simbabwe stammende Lied „Salibonani“ anstimmten. Bei der seit 1978 stattfindenden Veranstaltungsreihe hatten sich im Februar auf regionaler Ebene annähernd 3500 Schülerinnen und Schüler in 90 Ensembles aller Schulformen und Altersklassen zum Musizieren getroffen. Zu dem Konzert im Kurhaus Wiesbaden waren dann vom Landesvorstand des Bundesverband Musikunterricht sieben Schulensembles aus ganz Hessen eingeladen worden. Neben dem Grundschulchor aus Hirzenhain waren zudem die „Drumstones“ der Edith-Stein-Schule Offenbach (Leitung: Birgitt Hoffmann), die Projektgruppe „Hits aus Charts und Musicals“ der Goetheschule Dieburg (Leitung: Gabriele Schoberth), die Streicher der Blücherschule Wiesbaden (Leitung: Ewa Weiser), „Vorlaut“, der Chor der Friedrich-Magnus-Gesamtschule Laubach (Leitung: Elke Reith, Christopher Heinzel/ Klavier: Elisa Diehl), das Orchester der Georg-Christoph-Lichtenbergschule Kassel (Leitung: Christiane Stückrath) sowie das Kammerorchester am Gymnasium Oberursel (Leitung: Marc Ziethen) ins Wiesbadener Kurhaus eingeladen worden. Da sich die beiden letztgenannten Orchester verstärkt den Werken klassischer Komponisten widmen, wurden sie im Rahmen der Veranstaltung mit dem Sonderpreis „Klasse Klassik“ ausgezeichnet. Seit 2008 verleiht der Kasseler Bärenreiter-Verlag gemeinsam mit dem Bundesverband Musikunterricht (BMU) diese Auszeichnung an Schulensembles, um die Beschäftigung mit klassischer Musik zu fördern. Neben dem beeindruckenden nordhessischen Klangkörper, der mit Werken von Dvorak, Tschaikovsky und Schostakowitsch begeisterte, wurde ebenso das Kammerorchester des Gymnasiums Oberursel ausgezeichnet, das neben zwei klassischen Werken von Elgar und Jenkins auch den Beatles-Hit „Yesterday“ stimmungsvoll darbot. Insbesondere die beiden hervorragenden Solisten Ian Hrubik (Gesang) und Natasha Franz (Klarinette) wussten hierbei zu überzeugen. Nicht minder beeindruckend waren auch die restlichen Ensembles; so zum Beispiel ein 130-köpfiges Blasorchester, bestehend aus den Bläserklassen 6-10 der Hinderlandschule (Leitung: Kirsten Littmann), den Bläserklassen 7-10 der Gesamtschule Battenberg (Leitung Cornelia Muth-Heldmann) sowie dem Jugendkooperationsorchester der Sophie-von Brabant-Schule Marburg und des TSA Ockershausen (Leitung Thomas Nickol, Benny Voss), das in einer selten gehörten Klangintensität die beliebte Filmmelodie der Avenger-Filme (Alan Silvestri) darbot, was selbst den anwesenden hessischen Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz ins Staunen versetzte. Nicht fehlen durfte dabei die passende Bühnendeko, die aus Thors Hammer, dem Schild Captain Americas sowie einer schwarzen Spinne bestand. Von afrikanischen Trommelrhythmen, über Musicalmelodien bis hin zu klassischen Werken wie „Nimrod“ aus Elgars Enigma-Variationen präsentierten die Ensembles ein Feuerwerk unterschiedlichster musikalischer Klänge. Umso wichtiger erscheint die u.a. vom BMU formulierte Forderung, die Zahl der ausgebildeten Musiklehrer zu erhöhen und die Ausstattung der Schulen zu verbessern. Ebenso sollte die Leistungskombination Deutsch und Musik ermöglicht werden.


Kulturkoffer

Mit dem Modellprojekt Kulturkoffer fördert das Land Hessen seit 2016 Kooperationsprojekte, die neue kutlurelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche realisieren.

Unter kulturkoffer.hessen.de kann man sich über Fördermöglichkeiten informieren und die Vielfalt der geförderten Projekte entdecken.

 

Ziele:

  • Freude an Kunst und Kultur vermitteln
  • kreative Potentiale wecken
  • kutlurelle Teilhabe fördern
  • Begegnungen ermöglichen
  • kulturelle Bildungslandschaften im ländlichen Raum ausbauen
  • neue Bildungspartnerschaften anstoßen
    Termine

    Freitag, 14.02.2020

    Regionalbegegnung „Schulen in Hessen musizieren“

    Montag, 09.03.2020

    Musikpädagogischer Tag in der HfMDK Frankfurt

    Mittwoch, 06.05.2020

    Landeskonzert „Schulen in Hessen musizieren“ im Wiesbadener Kurhaus

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